Fluoride – machen Knochen stark und beugen Karies vor!

Unser Körper ist ganz schön schlau! Damit er gesund bleibt, verfügt er über viele eigene Nährstoffe, wie zum Beispiel über Spurenelemente. Eines davon ist das so genannte Fluorid. Das brauchen wir unter anderem zum Aufbau der Zähne und Knochen. Vor allem aber schützt es deine Zähne vor Karies.

Fluoride kommen überall in unserer Umwelt vor: im Trinkwasser, Mineralwasser und in Lebensmitteln. Für den Gebrauch im Haushalt gibt es sogar spezielles Speisesalz mit Fluorid. Verwenden deine Eltern dieses Salz zum Kochen, werden deine Zähne regelmäßig mit Fluoriden versorgt.

Wir Kinderärztinnen empfehlen das tägliche Zähneputzen mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta, um vom ersten Milchzahn an am besten gegen Karies gewappnet zu sein. Spezielle Fluoridtabletten sind nicht notwendig, da das Fluorid am besten direkt über die Zahnoberfläche wirkt und Kinder es sonst unnötig verschlucken.

 

Das sollten deine Eltern wissen:
Fluoridkonzentration in der Zahnpasta

Bei der Wahl der Kinderzahnpasta sollte man besonders auf die Fluorid-Konzentration achten. Der Anteil der Fluoride in Kinderzahncremes liegt zwischen 250 und 500 ppm, der bei Zahnpasten für Erwachsene und Schulkinder zwischen 1000 und 1500 ppm.

Unser Tipp für den „besten Kariesschutz von Anfang an“:

  • Vom Durchbruch des ersten Milchzahns an sollen die Zähne 1x täglich mit  Kinderzahnpasta geputzt werden. Ab einem Alter von 2 Jahren ist bereits 2 x Zähneputzen notwendig
  • Kommt der erste bleibende Zahn, soll Zahnpasta mit höherer Fluoridkonzentration verwendet werden („Junior-Zahnpasta“)

 

Fluoride zur Kariesvorbeugung

Fluoridgehalt ist in nahezu allen Zahnpasten enthalten. Nach Erkenntnissen der Zahnmedizin können Fluoride die Zahngesundheit fördern, indem sie

  • die Herauslösung von Mineralstoffen (Demineralisation) aus dem Zahnschmelz hemmen
  • den Einlagerung von Mineralstoffen in den Zahnschmelz fördern (Remineralisation)
  • die chemische Widerstandsfähigkeit des Zahnschmelzes erhöhen
  • die Anreicherung von Bakterien auf der Zahnoberfläche behindern
  • den Stoffwechsel der Bakterien, die damit verbundene Säureproduktion und schlussendlich die Entstehung von Karies verhindern.